Ausbildung und Qualifikation
Grundsätzlich reicht zur Ausübung der Tätigkeit
als Finanzberater die Anmeldung eines Gewerbes sowie
eine offizielle Zulassung gemäß der Gewerbeordnung.
Zugelassen wird, wer eine entsprechende Prüfung bei der
Industrie- und Handelskammer ablegt. Darüber hinaus wird
jeder seriöse Finanzberater Ausbildungsabschlüsse,
Zertifizierungen, Berufserfahrung und Referenzen als Qualifikation
nachweisen können.
Die Industrie- und Handelskammer erkennt für Finanzberater
die folgenden Ausbildungen als Mindestvoraussetzung an: Fachberater
für Finanzdienstleistungen, Fachwirt für Finanzberatung
sowie Fachkaufmann für betriebliche Altersversorgung,
die von verschiedenen privaten (Weiter-)Bildungseinrichtungen
angeboten werden. Die jeweilige Abschlussprüfung wird
bei der IHK absolviert.
Das Financial
Planning Standards Board Deutschland e.V., das sich die
"Zertifizierung von Beratern privater Kunden nach international
einheitlich definierten Regeln zu Ausbildung, unabhängigen
Prüfungen, Erfahrungsnachweisen und Ethik" zur Aufgabe
macht, bietet das Zertifikat "DIN-geprüfte private
Finanzplaner" gemäß DIN 22222 an, das Finanzberater
mit hoher fachlicher und ethischer Zuverlässigkeit auszeichnet.
Der Verbund deutscher Honorarberater, der sich im Interesse
der Verbraucher für Transparenz und Nachvollziehbarkeit
von Finanzdienstleistungen einsetzt, vergibt zudem ein Siegel
an seine Mitglieder, das für die Neutralität der
Finanzberater steht. Es beinhaltet die Garantie, dass
die Berater bzw. Unternehmen, die es tragen, keinerlei Vergütungen
von Versicherungsunternehmen und Fondsgesellschaften erhalten.
Auch die fachliche Qualifikation der Berater ist durch das
Siegel gewährleistet: Sie müssen mindestens fünf
Jahre Berufserfahrung mitbringen und entweder Finanzfachwirt
oder Bankbetriebswirt sein.
Schließlich bescheinigt der TÜV durch das Zertifikat
"Geprüfte Beratungsqualität" Finanzberatungsunternehmen
ein sehr hohes Beratungsniveau. Damit ein Unternehmen das
TÜV-Zertifikat er- und behält, müssen sich
unter anderem alle für das Unternehmen arbeitenden Finanzberater
regelmäßigen Schulungen unterziehen.
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